Prädikat "empfehlenswert"

Wie kam Falk Richters "The Silence" von der Berliner Schaubühne in Mülheim an? Wir haben nach der Vorstellung zwei Zuschauer*innen gefragt, die sich von dem Stück sehr berührt zeigten.

Stimmen gesammelt von Svenja Plannerer

Applaus für Falk Richters "The Silence" © sp

17. Mai 2024. Nach dem Gastspiel von Falk Richters The Silence in der Regie des Autors aus der Schaubühne Berlin sprachen wir mit Zuschauer*innen im Foyer.

Franka, 35 Jahre & Fiona, 32 Jahre

Was hat Sie heute Abend hierhergeführt?

Franka: Wir sind beide auf Heimatbesuch. Ich habe das Stück schon in Berlin gesehen und zufälligerweise gesehen, dass es heute in Mülheim gezeigt wird.

Was hat Sie dazu angetrieben, das Stück nochmal sehen zu wollen?

Franka: Es hat mich beim ersten Mal schon sehr berührt, und ich hatte das Gefühl, ich war so ein bisschen in einem emotionalen Rausch, und ich wollte mein Schauen nochmal auf eine andere Ebene bringen und mal gucken, ob es vielleicht noch etwas dahinter gibt.

Welche Szene/welches Bild/welches Textfragment ist Ihnen am stärksten im Gedächtnis geblieben?

Fiona: Mir fällt direkt keine Szene ein, keine konkrete.

Franka: Ich glaube, bei mir ist es schon die Szene, in der der Hauptcharakter erzählt, wie er blutig geschlagen wurde. Die fand ich beim zweiten Mal sehen sogar noch eindrücklicher als beim ersten Mal.

Mit welchem Gefühl sind Sie aus der Vorstellung gegangen?

Fiona: Ich glaube jede*r hat so seine familiären Themen und gerade wenn man jetzt wie wir auf Heimatbesuch ist, kommt sowas noch mehr hoch. Das find ich spannend zu sehen. Wir sind beide da rausgegangen und haben gesagt, das ist irgendwie schön zu sehen, dass in fast jeder Familie auch ähnliche Diskussionen über ähnliche Themen vorhanden sind. Dass man das nicht nur als Individuum so fühlt. Wenn schon Theaterstücke drüber geschrieben werden, dann weiß man, dass man damit auf jeden Fall nicht alleine ist. Es ist meiner Ansicht nach sehr ausgewogen gewesen zwischen der persönlichen Perspektive und der einer anderen Generation.

Würden Sie das Stück weiterempfehlen?

Franka: Ja, ganz klar.

Fiona: Sehr, ich meine, ich bin ja eh schon durch eine Empfehlung hier.

Franka: Ja, ich habe es ihr weiterempfohlen.

Fiona: Schon passiert!

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